Core Web Vitals 2026: LCP, INP und CLS verständlich erklärt
Was LCP, INP und CLS messen, welche Zielwerte Google nennt und wie Unternehmen echte Performance-Probleme ihrer Website erkennen.
SEO · 21. September 2026 · 4 Min.
Wer in Wien lokal gefunden werden will, braucht ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil. Schritt für Schritt – von der Anmeldung über Kategorien bis zu Bewertungen.
Wenn jemand „Installateur 1100“ oder „Physiotherapie Döbling“ sucht, zeigt Google zuerst eine Karte mit drei Betrieben – noch vor den normalen Suchergebnissen. Wer dort steht, bekommt die Anrufe. Ob Sie dort stehen, entscheidet vor allem ein kostenloses Werkzeug: Ihr Google-Unternehmensprofil (früher „Google My Business“).
Dieser Artikel zeigt, wie Sie das Profil richtig einrichten und pflegen. Sie brauchen dafür keine Agentur – nur etwa eine Stunde Zeit und etwas Sorgfalt.
Für lokale Suchanfragen wertet Google drei Dinge aus: wie gut Ihr Angebot zur Suche passt, wie nah Sie am Suchenden sind und wie bekannt und vertrauenswürdig Ihr Betrieb wirkt. Auf die Entfernung haben Sie keinen Einfluss. Auf die beiden anderen Punkte sehr wohl – und zwar genau über das Unternehmensprofil, Ihre Website und Ihre Bewertungen.
Ein vollständiges Profil ist außerdem oft der erste Eindruck: Öffnungszeiten, Telefonnummer, Fotos und Bewertungen stehen direkt in der Suche, noch bevor jemand Ihre Website öffnet.
Suchen Sie zuerst bei Google nach Ihrem Firmennamen. Oft existiert bereits ein automatisch angelegter Eintrag. In diesem Fall klicken Sie auf „Inhaber dieses Unternehmens?“ und übernehmen ihn, statt einen zweiten anzulegen – doppelte Einträge schaden.
Gibt es noch nichts, legen Sie das Profil unter google.com/business neu an. Google bestätigt Ihre Inhaberschaft anschließend per Videoaufnahme, Telefon, E-Mail oder Postkarte. Bis zur Bestätigung ist das Profil nicht öffentlich sichtbar.
Tragen Sie Ihre Firmendaten exakt so ein, wie sie im Impressum Ihrer Website stehen. Gleiche Schreibweise, gleiche Telefonnummer, gleiche Adresse. Google gleicht diese Angaben mit Ihrer Website und mit Verzeichnissen wie Herold, WKO Firmen A–Z oder firmenabc.at ab. Abweichungen – einmal „GmbH“, einmal ohne, einmal die Mobil-, einmal die Festnetznummer – kosten Vertrauen.
Beim Namen gilt: nur der tatsächliche Firmenname. „Malermeister Huber – günstig streichen Wien 1220“ verstößt gegen die Richtlinien und kann zur Sperre des Profils führen.
Wer keine Laufkundschaft hat und zu Kund:innen fährt, blendet die Adresse aus und gibt stattdessen ein Einzugsgebiet an – einzelne Bezirke statt pauschal „Wien“.
Die Hauptkategorie ist der stärkste einzelne Hebel im ganzen Profil. Wählen Sie die genaueste, die Google anbietet: „Heilmasseur“ statt „Wellnesscenter“, „Steuerberater“ statt „Beratungsunternehmen“. Zusätzliche Kategorien ergänzen Sie nur, wenn Sie die Leistung wirklich anbieten.
Ein Blick auf die drei Betriebe, die für Ihren wichtigsten Suchbegriff derzeit in der Karte stehen, zeigt, welche Kategorien in Ihrer Branche funktionieren.
Laden Sie echte Fotos hoch: Außenansicht (damit man Sie findet), Innenräume, Team, Arbeitsbeispiele, Logo. Keine Stockfotos – Google erkennt sie, Menschen auch. Ein paar neue Bilder alle ein bis zwei Monate zeigen, dass der Betrieb aktiv ist.
Anzahl, Durchschnitt und Aktualität der Bewertungen beeinflussen sowohl die Platzierung als auch die Entscheidung der Suchenden. So kommen Sie zu Bewertungen:
Bei negativen Bewertungen: sachlich bleiben, Lösung anbieten, das Gespräch ins Private verlegen. Wie Sie reagieren, lesen künftige Kund:innen sehr genau.
Was Sie nicht tun sollten: Bewertungen kaufen, selbst schreiben oder gegen Rabatt eintauschen. Das verstößt gegen die Google-Richtlinien und ist als irreführende Geschäftspraktik auch nach österreichischem Wettbewerbsrecht unzulässig.
Ein Profil ist kein einmaliges Projekt. Zehn Minuten im Monat genügen: Öffnungszeiten prüfen, neue Fotos, Fragen beantworten, gelegentlich einen Beitrag veröffentlichen – ein abgeschlossenes Projekt, ein Hinweis auf Betriebsurlaub, eine neue Leistung.
In den Statistiken sehen Sie, über welche Suchbegriffe Ihr Profil gefunden wird und wie viele Anrufe und Website-Besuche daraus entstehen. Das ist wertvoller als jede Schätzung.
Das Unternehmensprofil bringt Sie in die Karte. Ob jemand danach anruft, entscheidet oft die Website dahinter: Lädt sie schnell? Steht dort dasselbe wie im Profil? Findet man am Handy sofort Telefonnummer und Leistungen? Google liest Ihre Website außerdem mit, um zu verstehen, wofür Ihr Betrieb relevant ist – strukturierte Daten mit Adresse, Öffnungszeiten und Leistungen helfen dabei.
Das Google-Unternehmensprofil ist für lokale Betriebe die Maßnahme mit dem besten Verhältnis von Aufwand zu Wirkung. Es kostet nichts außer Sorgfalt.
Wenn Sie wissen möchten, wie Profil und Website bei Ihnen zusammenspielen, sehen Sie sich SEO Wien an – oder vereinbaren Sie ein kostenloses Erstgespräch.
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