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Strategie··3 min Lesezeit

Website für Handwerker in Wien: Was sie können muss – und was nicht

Installateur, Elektriker, Maler, Tischler – eine Handwerker-Website braucht keine Spielereien, sondern Anrufe. Die sieben Punkte, auf die es ankommt, plus typische Fehler.

Die meisten Handwerksbetriebe in Wien leben von Empfehlungen. Das funktioniert – bis jemand den empfohlenen Betrieb googelt und eine Website aus dem Jahr 2012 findet, die am Handy nicht lesbar ist. Oder gar keine. Dann ruft er den nächsten an.

Eine Handwerker-Website muss nicht beeindrucken. Sie muss drei Fragen beantworten: Machen die das, was ich brauche? Kommen die zu mir? Wie erreiche ich sie? Alles andere ist Beiwerk.

1. Telefonnummer – sofort sichtbar, antippbar

Wer einen Rohrbruch hat, liest keine Texte. Die Telefonnummer gehört ganz nach oben, auf jede Seite, und muss am Handy mit einem Tipp wählbar sein. Auf dem Smartphone bewährt sich zusätzlich eine fixe Leiste am unteren Rand: Anrufen, WhatsApp, Anfrage.

Klingt banal, ist aber der häufigste Fehler: Nummern, die als Bild eingebunden sind, im Footer versteckt stehen oder sich nicht antippen lassen.

2. Leistungen in der Sprache Ihrer Kundschaft

Niemand sucht nach „Sanitärinstallationen im Bestand“. Gesucht wird „Therme tauschen“, „Bad sanieren“, „Steckdose versetzen“. Schreiben Sie Ihre Leistungen so auf, wie Ihre Kund:innen am Telefon danach fragen – jede wichtige Leistung mit eigener Überschrift oder eigener Seite.

Das hilft doppelt: Besucher:innen finden sich zurecht, und Google versteht, wofür Ihr Betrieb relevant ist.

3. Einzugsgebiet – konkret

„Wien und Umgebung“ sagt nichts. „Wir arbeiten im 21. und 22. Bezirk, in Gerasdorf und Deutsch-Wagram“ sagt alles – dem Kunden und der Suchmaschine. Wer in Wien nach einem Handwerker sucht, tippt sehr oft den Bezirk oder die Postleitzahl dazu. Wenn Ihre Bezirke auf der Website stehen, können Sie für diese Suchen gefunden werden.

4. Echte Fotos von echter Arbeit

Vorher-Nachher-Bilder vom Bad, das Sie saniert haben. Ihr Team vor dem Firmenwagen. Die Werkstatt. Solche Fotos schaffen mehr Vertrauen als jeder Text – und jedes Smartphone macht sie gut genug. Stockfotos von lächelnden Models mit Helm bewirken das Gegenteil.

Bei Fotos aus Wohnungen von Kund:innen gilt: vorher fragen, und nichts zeigen, woran die Adresse oder die Person erkennbar ist.

5. Eine Anfrage, die in einer Minute erledigt ist

Nicht jede:r ruft gern an. Ein kurzes Formular – Name, Telefon oder E-Mail, worum es geht – senkt die Hürde. Je weniger Pflichtfelder, desto mehr Anfragen. Praktisch ist ein optionales Feld zum Hochladen von Fotos: Ein Bild vom tropfenden Anschluss erspart oft die erste Besichtigung.

Wichtig ist, dass die Anfrage zuverlässig ankommt. Testen Sie Ihr eigenes Formular alle paar Monate – es gibt mehr Websites mit still defekten Formularen, als man glauben würde.

6. Schnell, auch bei schlechtem Empfang

Ihre Website wird im Keller, auf der Baustelle und in der U-Bahn aufgerufen. Wenn sie dort vier Sekunden lädt, ist der Besucher weg. Große Bilder, Baukasten-Ballast und ein Dutzend Plugins sind die üblichen Bremsen. Eine schlanke, handgeschriebene Seite lädt auch mit zwei Balken Empfang in unter einer Sekunde.

7. Das rechtliche Pflichtprogramm

Auch eine kleine Betriebs-Website braucht in Österreich:

  • ein Impressum mit Name, Anschrift, Kontakt, Unternehmensgegenstand, Gewerbebehörde, Kammerzugehörigkeit und anwendbaren Vorschriften (§ 5 ECG, § 63 GewO, § 25 MedienG) – bei eingetragenen Unternehmen zusätzlich Firmenbuchnummer und Firmenbuchgericht, falls vorhanden die UID,
  • eine Datenschutzerklärung, die zum tatsächlichen Stand der Website passt,
  • kein Tracking ohne Einwilligung – wer keine Statistik braucht, braucht auch kein Cookie-Banner.

Fehlerhafte Angaben sind ein beliebter Anlass für Abmahnungen. Das lässt sich mit einer Stunde Sorgfalt vermeiden.

Was Sie nicht brauchen

  • Einen Blog, den niemand befüllt. Drei Artikel aus 2021 wirken schlechter als gar keiner.
  • Ein Intro-Video oder einen Bilder-Slider, der erst laden muss. Wer einen nassen Keller hat, wartet nicht.
  • Einen Chatbot. Ihre Kundschaft will mit Ihnen reden.
  • Monatliche Wartungsverträge für eine Seite mit fünf Unterseiten.

Und wie werden Sie gefunden?

Die Website ist die eine Hälfte. Die andere ist Ihr Google-Unternehmensprofil – also der Eintrag, der in der Kartenansicht erscheint. Wie Sie ihn richtig einrichten, steht im Artikel Google-Unternehmensprofil einrichten. Beides zusammen – gepflegtes Profil, schnelle Website mit klaren Leistungen und Bezirken, laufend echte Bewertungen – reicht in den meisten Wiener Bezirken aus, um vor Mitbewerbern mit veralteten Seiten zu stehen.

Was kostet das?

Eine kompakte Handwerker-Website mit bis zu fünf Seiten, Kontaktformular, Klick-zu-Anruf und den technischen SEO-Grundlagen liegt bei mir im Starter-Paket ab 599 Euro – einmalig, ohne Wartungsvertrag. Was Websites generell kosten und warum die Spannen so groß sind, erklärt der Artikel Was kostet eine professionelle Website in Wien 2026?.

Eine gute Handwerker-Website erkennt man nicht am Design-Preis, sondern daran, dass das Telefon öfter läutet.

Wenn Sie Ihre bestehende Seite einschätzen lassen wollen: Im kostenlosen Erstgespräch sage ich Ihnen in 15 Minuten, was ich ändern würde – und was bleiben kann.

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